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Grill-Buffet Pasta-Buffet Italia-Buffet Fingerfood-Buffet Heimat-Buffet Europa-Buffet Texas-Buffet Mediterranes-Buffet „EXCLUSIV“ Adventsbuffet Weihnachtsbuffet
Grill-Buffet
Kalt:
Frische Salatplatte mit zweierlei Dressings, Nudel- und Kartoffelsalat
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Grüner Bohnensalat mit Thunfisch, Tomaten und Kartoffeln
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Schafskäsesalat mit gebratenem Gemüse
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Verschiedene Grillsaucen
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Schnittlauchquark, Tzatziki, Kräuterbutter, Baguette
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Rustikale Rostbratwurst
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marinierte Schweinesteaks
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feine Putensteaks
Warm:
Kartoffeln in Folie
Dessert:
Nach Wunsch
Preis pro Person: € 17,00
Pasta-Buffet
Kalt:
Bruschetta
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Gebratene Hähnchenleber mit Speck und Croutons an buntem Rucola, Parmesanhäubchen
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Avocado mit scharfer Salami
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Schafskäse auf Auberginenschnitzel
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Fein eingelegte Oliven
Warm:
Champignons mit Spinat- und Gorgonzolafüllung
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Lasagne a la casa
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Kasselerscheiben in der Eihülle gebraten an Tomatensoße
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Spaghetti in Olivenöl mit getrockneten Tomaten, Knoblauch, Chili und Rucola, Parmesanhäubchen
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Pourladenbrust-Streifen an grüner Pfeffersauce
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Bandnudeln in Basilikumsauce mit Lachsstreifen
Dessert:
Mediterrane Käseauswahl mit Hausgebackenem Kräuterbrot
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Obstsalat mit Amarettoschaum überbacken
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Feine Erdbeer-Ricotta
Preis pro Person: € 19,00
Italia-Buffet
Kalt:
Tomate mit Mozzarella und Basilikum
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Gebratenes Gemüse mit getrockneten Tomaten, Oliven und Peperoni
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Crevetten mit Cocktailsauce
***
Vitello Tonnato
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Carpaccio
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Melonenschiffchen mit Parma-Schinken
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Brotkorb mit Ciabatta-Brot und Butter
Warm:
Spaghetti mit scharfer Salami, Paprika, getrockneten Tomaten und Pestosahne
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Auberginen mit Tomatefüllung
***
Lasagne a la casa
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Streifen von der Pourladenbrust in Gorgonzolasauce
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Gebratenes Rotzungenfilet mit Kapern in Petersilienbutter
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Gnocchi
Dessert:
Gemischtes Käsebrett mit Trauben
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Panna Cotta auf feiner Himbeersauce
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Exotischer Obstsalat mit Maraschino
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Tiramisu
Preis pro Person: € 21,00
Fingerfood-Buffet
Kalt:
Canapees abwechslungsreich belegt
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Garnelenring mit Dipps
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Gemüsetortilla
***
Gemüsesticks
***
Frühlingsrollen
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Pumpernickel mit Matjes und Quark
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Blätterteigtaschen mit Thunfischfüllung
***
Verschiedene Spieße mit Käse, Tomate-Mozzarella
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Nuggets
Warm:
Feine Lachscrêpes
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Meatballs
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Überbackene Paprika
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Chicken-Wings
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Gefüllte Weinblätter
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Hähnchenspieße
Dessert:
Mini-Naschereien
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aufgeschnittenes Obst
Preis pro Person: € 19,50
Heimat-Buffet
Kalt:
Räucherfischplatte mit zwei feinen Saucen
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Radi-Carpaccio mit Kürbisöl, Mini-Salami und frischem Meerrettich
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Schwarzwälder Schinken mit gebackenem Blumenkohl und Weißkäsedipp
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Kleine Bouletten mir Spreewälder Gurken
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Wurst-, Eier- und Kartoffelsalat
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Hackepeter im Zwiebelbett
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Rustikales Käsebrett
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Selbstgebackenes Zwiebelbrot, Schmalz und Butter
Warm:
Deftige Kartoffelsuppe mit Würstchen
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Kasselerrücken auf Sauerkraut
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Käsespätzle
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Hühnerfrikassee „Berliner Art“ mit Krebsschwänzen und Fleischklößchen
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Lockerer Gemüsereis
***
Zanderfilet an Dillsauce
***
Dessert:
Topfencreme mit weißer Schokolade
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Hausgemachte Rote Grütze mit Vanillesauce
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Kleine Törtchen
Preis pro Person: € 21,00
Europa-Buffet
Kalt:
Roastbeefröllchen mit Spargelfüllung
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Cous Cous-Salat mit gerösteten Gemüsen
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Mozzarella mit Tomaten und Basilikum
***
Brüsseler Pourlarde auf Radischeiben mit Himbeer-Korianderdressing
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Spanischer Kartoffelsalat mit Thunfisch und Oliven
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Melonenschiffchen mit Parma-Schinken
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Käseauswahl mit Brotkorb und Butter
Warm:
Maiscremesüppchen
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Lachscrêpes mit Blattspinat gefüllt
***
Kasselerrücken im Sauerkrautbett
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Feines Kartoffel-Karottengratin
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Gemüsebandnudeln mit Pilzen
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Chevapcici in Paprikasauce
Dessert:
Tiramisu
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Schwedenfrüchte mit Vanillesauce
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Birnen Crumble
Preis pro Person: € 21,00
Texas-Buffet
Kalt:
Tortilla mit Hot-Dipp
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Avocados mit Speck, Radieschen in Vinaigrette
***
Fischsalat mit Oliven
***
Chicken-Salat
***
Cole Slaw - Krautsalat
***
Shrimps-Cocktail
***
Käseplatte mit Brotkorb und Butter
Warm:
Chili con Carne
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Enchiladas mit Huhn und Käse
***
Rindersteaks mit Kräuterbutter
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Marinierte Spare Ribs
***
Chicken Wings
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Baked Potatoes mit Sauerrahm
***
Geröstete Maiskolben
Dessert:
Mango und Bananen in Kokossauce
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Apfel-Crumble mit Toffey- und Vanillesauce
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Feiner Mandelmilchpudding mit Schokoladensauce
Preis pro Person: € 20,00
Mediterranes-Buffet „EXCLUSIV“
Kalt:
Blätterteigtaschen mit Thunfischfüllung
***
Rindersteaks mit Tomaten und Käse überbacken
***
Avocados mit gebratener scharfer Salami
***
Vitello Tonnato
***
Gebratener Gemüsereis mit Schafskäse
***
Frutti di Mare
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Parma-Schinken mit Melone
***
Mini-Mozzarella mit Cherry-Tomaten und Pesto
***
Pizzabrot
***
Mediterrane Käseplatte mit Brotkorb
Warm:
Rosalinsencremesüppchen mit Balsamicoessig
***
Auberginencrêpes mit Mozzarellafüllung
***
Gefüllte Champignons
***
Garnelen in Kräutern gebraten
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Spaghetti mit Chili, Knoblauch und getrockneten Tomaten
***
Canneloni Bolognese
***
Hähnchenbrust auf Ratatouille
Dessert:
Frische Erdbeeren auf Honigricotta
***
Mousse au Chocolate mit Vanillesauce
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Panna Cotta mit eingelegten Beeren
Preis pro Person: € 25,00
Adventsbuffet
Kalt:
Lachscarpaccio mit Honigsenfsauce
***
Vitello Tonnato von der Pute
***
Kirschtomaten mit Mozzarella und Pesto
***
Krautsalat mit gebratenem Speck
***
Parma-Schinken mit Melone
***
Käseauswahl mit gemischtem Brötchenkorb
***
Frühlingsrollen mit China-Dipp
Warm:
Entenkeulchen mit Majoransauce
***
Kartoffelklöße
***
Rotkohl
***
Spare-Ribs mit Erdnuss-Sauce
***
Spaghetti mit Mandel-Broccoli und Feta
***
Kartoffelgratin
Dessert:
Gries mit Zimtschaum
***
Marmorpudding mit Rosenwassersauce
***
Apfelstrudel
Preis pro Person: € 21,00
Weihnachtsbuffet
Kalt:
Eismeerkrabben an Blutorangensauce
***
geräucherte Forelle mit Preiselbeer-Meerrettich
***
Feldsalat mit Kürbiskern Croutons, Speck und Parmesan
***
Avocados mit gebratener scharfer Salami
***
Schwarzwälder Schinken mit überbackenem Blumenkohl
***
Kartoffel-Bohnensalat mit Thunfisch
***
Entenbruststreifen an Schlehenfeuer-Marinade
Warm:
Prager Schinken in Lebkuchensauce
***
Nuss-Spätzle
***
Rosenkohl-Karotten-Gemüse
***
Räucherlachscrêpes mit Spinatfüllung
***
Chicken-Wings
***
Gnocchi mit Tomaten-Mozzarella mit Basilikum
Dessert:
Bavaria Blue auf Rotwein-Birnen-Kompott
***
Erdbeer-Melonensalat auf Honigschmand
***
Apfel-Mohncrumble mit Vanillesauce
***
Mousse au Chocolate
Preis pro Person: € 20,00
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mit 3 – 5 Personen Gala-Show-Programm pro Person ab 150,00 Euro Südamerikanische Musik pauschal ab 300,00 Euro
Weitere Künstler finden Sie unter www.callmusik.de
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Kreative Küche in Ehren, bei der bei der Paella gibt es für Valencianer oft eine kulinarische Toleranzgrenze. Sie sind da etwas eigen, und wenn an der Paella elementare "Fehler" begangen werden, reicht die Mimik von der höflich erhobenen Augenbraue bis zu blankem Hohn. Denn die als "Nationalgericht" und touristischer Exportartikel gehandelte Paella hat zu Rezepten geführt, die mit dem Ursprungsgericht nun wirklich nicht mehr viel zu tun haben.
Das als Paella bekannte Gericht heißt eigentlich "arros en paella". Die Grundvoraussetzung für eine Paella ist nämlich die Zubereitung in einer Paellapfanne. Paella ist das valencianische Wort für Pfanne, eine große Pfanne in diesem Fall die statt einem langen Stiel zwei Griffe hat, die das Gewicht besser halten und etwa 7-12 cm hohe Ränder hat, je nach Durchmesser.
Es gibt kleine 2-Mann Paellas und riesige 50-Portionen Paellas. Den Weltrekord und einen Eintrag ins Guinnesbuch erreichte 1992 eine Paella mit 60 Metern Durchmesser, die im ehemaligen Flussbett in Valencia aufgestellt wurde. Umgerührt wurde mit Hilfe von Kränen und mehrere Tausend Menschen wurden verköstigt. Auch Ereignisse wie Paellawettbewerbe auf offener Strasse oder simultanes Zubereiten von 100 Paellas sind gelegentliche kulinarische Feiern in Stadt und Region.
Obwohl die Paella normalerweise als eher einfaches Bauerngericht geschildert wird, ist sie doch auch immer mit sozialen Anlässen verbunden gewesen. Typisch dafür ist die Sitte, die Paella an Sonn- und Feiertagen gemeinsam mit Freunden oder Großfamilie im Freien zuzubereiten, möglichst auf offenem Feuer. Oder zumindest in ein Paellarestaurant mit Herd im Freien essen gehen. Gegessen wird dann mit Holzlöffeln direkt aus der Paella. Jeder isst von Rand hin zur Mitte, bis am Ende ein sternförmiges Muster übrigbleibt, die kleinen "Gebietsgrenzen" werden zuletzt gegessen.
ALT ABER NICHT URALTES GERICHT
Als der Aragonesische König Jaume I im 13. Jh. Valencia eroberte fand er den Reisanbau schon vor. Die islamische Bevölkerung rund um den Binnensee Albufera lebte davon. Der Reisanbau war um die Jahrtausendwende von den Arabern eingeführt worden, die ihn möglicherweise aus Indien mitbrachten. Die christlichen Siedler übernahmen den Reisanbau. Im Mittelalter glaubten die Behörden allerdings, dass die Reisfelder Ursache für Plagen und Seuchen seien, so dass der Anbau immer wieder verboten wurde. Diese Verbote fanden wenig Resonanz bei den Reisbauern, die ihn trotzdem weiter anbauten.
Wahrscheinlich wurde der Reis lange Zeit eher gemahlen und als Weizenersatz benutzt als gekocht. Erst im 18. Jh. Setzte sich der Reis als tägliches Nahrungsmittel der Valencianer durch. Heute ist es das Grundnahrungsmittel und der Hauptbestandteil der populären Tagesmenüs in kleinen Restaurants. Es gibt mehrere Dutzend etablierter fester Reisgerichte auf den Speisekarten. Unter ihnen rangiert die Paella unbezweifelt an erster Stelle, für die es erste Hinweise aus dem 18 Jh. gibt. Und daran hat sich wenig geändert: Wieso sonst sollte eine Fast-Food-Kette Erfolg haben, die nur Paella liefert, in kleinen Paellapfannen natürlich?
ZUBEREITUNG
Über die Zubereitung und darüber, was eine "authentische" Paella nun letztendlich ist, ist schon viel und oft gestritten worden. Die Stadt-Valencianos sind eher Puristen, wobei hier als eigentliche Paella die Fleischpaella angesehen wird. Es gibt auch die eher ländliche Auffassung, dass in die Paella als ehemaliges "Resteessen" einfach alles reinkommt, was an Gemüse bzw. an Fisch zur Hand ist, was sicherlich bei einer "Hauspaella" zutrifft, aber nicht bei den Paellaessen mit etwas sozialerem oder feierlichem Charakter.
Einige Dinge sind allerdings unbestritten: Es handelt sich nur um "Paella", wenn es in einer Paella zubereitet wird. Es dürfen auch nicht einfach alle Reste verwendet werden, so haben Schwein- oder Rindfleisch, Speck, Saucen oder gar Oliven in der Paella nichts zu suchen. Es gibt Unterschiede zwischen den regionalen Paellas, selbst zwischen Dörfern und der Paella in Valencia Stadt. Doch gehen diese Unterschiede oft nicht weit, sondern drehen sich um die Frage, ob nun mit oder ohne Schnecken, Artischocken oder Erbsen, sind somit eine Frage von 10-20 Km Entfernung, wobei die Grundzutaten ähnlich sind. Obwohl schon mal Valencianischen Landtag, das hin und wieder folkloristischen Anwandlungen hat, debattiert wurde, ob Paprikaschoten nun in die Paella Valenciana hineindürfen oder nicht.
ZWEI GRUNDVARIANTEN
Die "paella valenciana" mit Huhn, Kaninchen, Garrofó (eine lokale Art von weißen Bohnen, die es außerhalb der Region nicht gibt), Tomaten, grüne flache Bohnen (tabella, rojet oder ferraura, lokale Bohnensorten), süßes Paprikapulver, Olivenöl, Safran und Reis. Das Paprikapulver besteht aus gemahlenem roten Paprika, das mit Öl gemischt und getrocknet wird.
Die "Paella Marinera", die neben Reis auch Sepia, Tintenfisch, Miesmuscheln ("clotxinas", eine etwas kleinere mediterrane Sorte), Garnelen, Kaisergranat, Languste, Jakobsmuscheln, Öl, Tomate, süßes Paprikapulver und Fischsud ("morralla" in Valencia) enthält.
Alle weiteren Paellazubereitungsarten werden zu lokalen Varianten erklärt, was wiederum bei Verfechtern der "Einfaches-Volksgericht-Thesen" Protest hervorruft.
TIPPS
Obwohl Paella ein recht einfaches Gericht ist, ist es nicht ganz so einfach, eine wirklich gute Paella zu bekommen. Das Geheimnis liegt im guten Händchen für die Kleinigkeiten, allen voran das gute Dosieren der Hitze. Hier einige Tipps für eine gelungene Paella.
Richtiger Umgang mit dem Olivenöl Nicht jeder mag den Geschmack des Olivenöls bei gekochtem Essen. Er hinterlässt aber am gebratenen Fleisch einen unverwechselbaren Geschmack. Die Kunst liegt darin, nicht zuviel Öl zu verwenden, da auch der Reis bei viel Öl weniger bekömmlich ist. Es genügt, den Paellaboden zu "befeuchten".
Reis Zu einer guten Paella gehört dazu, dass der Reis unten eine leichte angebrannte Kruste hat, den "socarrat", der besonders gerne mitgegessen wird. Nicht zuviel Fleisch verwenden, sonst passt der Reis nicht mehr rein.
Die richtigen Mengen Wenn das Wasser oder der Sud dazukommen, soll die Flüssigkeit bis an die Schraubenköpfe der Seitengriffe reichen, also kurz unter dem Rand. Wenn dann der Reis dazukommt schüttet man ihn entlang am imaginären Durchmesser der Paella und so hoch, bis er leicht über das Wasser reicht. Wenn man sich an diese simplen Vorgaben hält, wird man bei jeder Paellagröße richtig liegen und spart sich umständliches Wiegen und Rechnen.
Hitze Je größer die Flamme, desto schneller verdunstet die Flüssigkeit: Wenn also der Reis zu fest zu werden droht, lieber die Flamme etwas kleiner machen, und wenn zuviel Flüssigkeit ist, sollte man noch mehr Reis zugeben oder einfach abschöpfen. Wenn der Reis dann doch etwas zu hart ausfällt, hilft es, die Paella mit Alufolie zuzudecken und ruhen lassen, (was man ohnehin tun muss).
Gewürze Das Paprikapulver soll nicht scharf sein. Es entspricht nicht exakt dem z. B. in Deutschland erhältlichem Paprikapulver, ist aber ähnlich. Es darf nicht zu heiss werden, da es sonst bitter schmeckt und den Geschmack verändert.
Am schönsten ist es, wenn die gelbe Farbe von echtem Safran verliehen wird, was aber bei 99 % der Paellas nicht der Fall ist, weil es ein sehr teures Gewürz ist. Wenn sich die Gelegenheit bietet kommt eine kaum wahrnehmbare Geschmacksnuance dazu.
Der verwendete Reis ist wie Milchreis eher rundkörnig und quillt gut. Auf keinen Fall Langkornreis oder gar Vollkornreis nehmen, dann wäre es keine echte Paella mehr, bei der der Reis richtig pappt und trotzdem aus trockenen ganzen Körnern besteht.
Die weißen Bohnen sollten in der Nacht zuvor in Wasser eingeweicht werden. Falls man das vergessen hat, vor der Paella 20 Minuten kochen. Sie sehen dann nur nicht so gut aus.
aus: CITYGUIDE VALENCIA
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Tipps für die Zubereitung
1. Nehmen Sie die grossen spanischen Zwiebeln, sie sind süsslicher und weniger kräftig als andere Sorten.
2. Nehmen Sie gutes Öl, es muss nicht unbedingt spanisches Öl sein. Am besten ist einfaches Olivenöl aus der ersten Pressung.
3. Nehmen Sie möglichst frische Knoblauchzehen, die ganz prall sind und aus denen der Saft beim Anschneiden direkt herausschiesst.
4. Der Reis soll nicht so trocken sein wie bei chinesischen Gerichten und nicht so butterweich wie bei italienischen Risotto. Am besten ist es, wenn der Reis noch etwas Biss hat.
5. Sehr wichtig ist der Safran. Er gibt der Paella die sonnengelbe Farbe und den typischen Geschmack. Safran sind die Blütengefässe einer Krokusart, sein Geruch erinnert an eine Apotheke. Schon eine gering Dosis in ein wenig Wasser oder Brühe verrührt und darin einige Minuten gezogen, genügt für eine Vier-Personen-Paella.
6. Das Fleisch - Huhn, Schwein, Kaninchen oder Kalb - ändert sich je nach Rezept, manchmal sind mehrere Sorten in einer Paella. Muscheln, Shrimps, Tintenfisch, Hummer oder Edelfische können mit oder ohne Fleisch mit von der Paella-Partie sein.
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"La Paella"
Ein Bauerngericht eroberte die Restaurants der Luxusklasse
Alle Spanienurlauber haben sie zumindest einmal gekostet, die "Paella", das spanische Nationalgericht. Viele dieser Menschen sind zu wahren Fans dieser farbenprächtigen Schlemmermahlzeit geworden und für diesen Personenkreis ist ein Urlaub in Spanien, ohne ein Paellaessen genossen zu haben, einfach undenkbar.
Man bereitet sie in Zwei-Portionen-Pfannen zu, es gibt die familiengerechten Bräter und die eisernen Giganten, in welchen man gut 50 bis 60 Portionen brodeln lassen kann. Sogar im Guinnesbuch der Rekorde ist dieses Gericht mit einem Eintrag vertreten. Hier wird von einem Weltrekord berichtet, von einer Paella mit 60 Metern Durchmesser, die 1992 in einem ausgetrockneten Flussbett in Valencia aufgestellt wurde. Um diese Riesenmenge umzurühren, benötigte man sogar Kräne und es sollen einige Tausend gewesen sein, die man verköstigte. call a paella
Durch die edlen Meeresfrüchte wurde die Paella salonfähig.
Für die Kanarischen Inseln ist die "Paella" eher eine mitgebrachte Speise. Hier auf dem Archipel vollzog sich ihr Siegeszug erst allmählich, durch den Einfluss der Festlandspanier, die sich auf den Inseln niederließen. Als der Tourismusboom auf den Kanaren begann und die großen Hotels bevorzugt ausgebildete Köche vom Festland engagierten, machte das gelbe Reisgericht schnell Karriere.
In den spanischen Schriften wird die Paella erstmals im 18.Jahrhundert erwähnt und der Name des Gerichtes leitet sich von der Pfanne ab. Das als Paella bekannte Gericht heißt nämlich eigentlich "arroz en paella".
Die Grundvoraussetzung für eine Paella ist die Zubereitung in einer Paella-Pfanne und "Paella" ist die valencianische Bezeichnung für Pfanne. In Valencia soll auch die Wiege des heutigen Nationalgerichts gestanden haben. Und die "Paella" muss bestimmte Kriterien erfüllen, nicht die übliche Pfanne mit Stiel, nein eine richtige "Paella" hat zwei Griffe, die das Gewicht besser halten, und circa 7 - 12 cm hohe Ränder, je nach Durchmesser.
Dass die Paella auch schnell unter den Canarios ihre Liebhaber fand und inzwischen auf Familien- und Volksfesten gern zubereitet wird, ist sicher auch der Tatsache zu verdanken, dass sie auf die generelle Unpünktlichkeit der Gäste Rücksicht nimmt. Ist eine Fiesta um 20.30 Uhr angesagt, trudeln die letzten "Invitados" so gegen 22.00 Uhr ein. Das ist für Spanier normal und kein Mensch verübelt das. Kein Südländer kommt auf den Gedanken, vor 21.00 Uhr mit dem Essen anzufangen und das farbenprächtige Gericht lässt sich prima warm halten.
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Die große Portion für die Volksfeste.
Obwohl die ursprüngliche Paella als eher einfaches Bauerngericht geschildert wurde, in die alles hineinkam was man gerade im Haus hatte, hat sich im Laufe der Zeit doch einiges verändert. Die Paella wird inzwischen in verschiedenen, vorgeschriebenen Varianten serviert. Am berühmtesten wurde die Paella, der zusätzlich köstliche Meeresfrüchte beigegeben werden und der Kenner verwendet natürlich auch den echten Safran, um seiner Kreation die leuchtend gelbe Farbe und den so besonderen Geschmack zu geben.
Es gibt zwei Grundvarianten: Die "Paella Valenciana", die mit Huhn, Kaninchen, Tomaten, grünen flachen Bohnen, süßem Paprikapulver, Olivenöl, Safran und natürlich mit Reis zubereitet wird. Die Zweite Variante ist die "Paella Marinera", die Paella der Meeresfrüchte. Hier köchelt man den Reis im Fischsud und man gibt Miesmuscheln, Garnelen, Jacobsmuscheln und Langusten dazu. Allerdings garniert man inzwischen beide Varianten mit den so dekorativen Meeresbewohnern und so geschmückt, wird die Paella schon seit langer Zeit in den nobelsten Hotels serviert.
Da die Paella in aller Regel vor den Augen der Gäste zubereitet wird, erscheint dem Betrachter die Zubereitung recht einfach. Und doch gibt es einige Tipps zu beachten.
Ein guter Roter darf zur Paella nicht fehlen!
Zuerst der richtige Umgang mit dem Olivenöl, denn nicht jeder schätzt den zu intensiven Geschmack. Die Kunst des Koches liegt darin, nicht zu viel Öl zu verwenden, da dann auch der Reis bekömmlicher ist. Es reicht völlig aus, den Boden der Pfanne zu befeuchten.
Reis: Zu einer guten Paella gehört auch, dass der Reis unten eine leichte Kruste hat und man sollte auf keinen Fall zu viel Fleisch verwenden.
Die richtigen Mengen: Wenn das Wasser oder der Sud beigegeben wird, soll die Flüssigkeit bis an die Schraubenköpfe der Seitengriffe reichen, also kurz unter dem Rand. Wenn dann der Reis dazu kommt , schüttet man ihn entlang am imaginären Durchmesser der Pfanne und so hoch, bis er leicht über die Flüssigkeit reicht. Wichtig ist auch die Hitze, je größer die Flamme, desto schneller verdunstet natürlich auch die Flüssigkeit und der Reis wird zu fest. Besser ist es auf kleinerer Flamme zu garen und falls man zu viel Flüssigkeit hat, einfach mehr Reis hinzugeben oder einfach abschöpfen.
Gewürze: Das Paprikapulver darf nicht zu scharf sein und es darf nicht zu heiß werden, da es sonst bitter schmeckt und den Geschmack verändert. Wie schon erwähnt, gibt echter Safran dem Gericht eine Geschmacksnuance dazu. Da echter Safran ein sehr teures Gewürz ist, wird er in der Gastronomie sicher nicht verwendet, aber den privaten Köchen sei dieser Luxus empfohlen.
Besonders wichtig ist auch, dass man den richtigen Reis verwendet, den speziellen Reis für eine Paella. Paella-Pfannen kann man inzwischen auch außerhalb Spaniens kaufen oder sich am Urlaubsort für Daheim besorgen.
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"La Paella" - Mittelpunkt einer festlichen Tafel.
Und all denen, die dieses köstliche Gericht einmal selber ausprobieren möchten, beschreibe ich Ihnen nachfolgend das wohl beliebteste Paella-Rezept:
Die Zutaten wurden für 4 Personen berechnet.
Sie benötigen ein küchenfertiges Huhn (ca. 1,2 kg), 3 Esslöffel Öl, Salz, frisch gemahlenen Pfeffer, einen Zweig Rosmarin, eine Gemüsezwiebel, zwei rote Paprikaschoten, 4 Knoblauchzehen, 400 Gramm Reis, 200 Gramm Tintenfischringe, eine Messerspitze Safran, etwa 3/4 Liter Brühe, 250 Gramm Muschelfleisch, 300 Gramm Garnelen, 4 Tomaten und zwei Zitronen.
Zubereitung: Das Huhn in 12 Stücke zerteilen. In heißem Öl bei mittlerer Hitze in der Paella-Pfanne anbraten. Mit Salz, Pfeffer und gehackten Rosmarinnadeln würzen. Das Fleisch aus der Pfanne nehmen. Zwiebelringe, Paprikastücke und zerdrückten Knoblauch im Bratfett andünsten. Reis (und falls Sie tiefgefrorene Tintenfischringe verwenden, vorher auftauen lassen) hinzugeben und kurz andünsten. Mit Salz und Safran würzen und die Fleischstücke auf dem Reis verteilen. Einen halben Liter Brühe zugießen. Das Ganze muss bei kleiner Flamme circa 20 Minuten köcheln, zwischendurch Brühe nachgießen. Muscheln, Garnelen und abgezogene Tomatenviertel zur Paella geben und darin erhitzen. Bevor Sie das Gericht servieren, mit Zitronenscheiben garnieren. Am besten gelingt die Paella, wenn Sie auf einem Gasherd, also auf offener Flamme zubereitet wird und natürlich sollte man auch einen spanischen Rotwein dazu reichen.
Gutes Gelingen möchte ich Ihnen schon heute wünschen und lassen Sie es sich recht gut schmecken.
Erschienen in info Canarias Nr.545 vom 20. September 2001
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Interessantes über Oliven
Eine ausgewogene Ernährung fördert die Gesundheit Gesunde Ernährung ist Teil eines gesunden Lebensstils. Es ist nicht notwendig, auf alle Lieblingsgerichte zu verzichten. Am wichtigsten ist eine vielseitige Ernährung und eine Umstellung auf mehr Gemüse, Obst und stärkehaltige Nahrungsmittel - dies sind die wichtigsten Merkmale der mediterranen Ernährung. Die mediterrane Ernährung enthält wenig gesättigte Fettsäuren und eine Vielzahl an wohlschmeckenden Nahrungsmitteln, die dafür sorgen, dass diese Art der Ernährung ein ganzes Leben lang gut schmeckt. Die mediterrane Ernährung schützt vor schwerwiegenden Erkrankungen Ernährung und koronare Herzerkrankungen (KHK) Die 7-Länder-Studie an 12.000 Männern im Alter von 40 bis 59 Jahren zeigte große Unterschiede hinsichtlich der Nahrungsaufnahme zwischen den Ländern des Mittelmeerraums wie Griechenland, Spanien und Italien, Nordeuropa und den USA. Eine Ernährung, die reich an komplexen Kohlenhydraten und Ballaststoffen ist, und deren Hauptfettquelle einfach ungesättigte Fettsäuren (MUFA) sind - wie dies in der mediterranen Kost durch den reichlichen Olivenölverzehr der Fall ist -, ging mit einer niedrigen Inzidenz an KHK einher. Ernährung und Krebs Ca. 35% aller durch Krebs verursachten Todesfälle können auf Ernährungseinflüsse zurückgeführt werden. Die Mortalität der Krebserkrankungen ist in den Ländern Nord- und Osteuropas höher als in den Mittelmeerländern. Befunde, die auf eine Verringerung der Inzidenz der meisten Krebsarten, u.a. auch Brustkrebs, hindeuten, stimmen überein mit den wichtigsten Charakteristika der mediterranen Ernährung. Diabetes Die traditionelle mediterrane Ernährung erfüllt alle Anforderungen an eine Kost für Diabetiker, die gleichzeitig ein erhöhtes Risiko für koronare Herzerkrankungen tragen. Kohlenhydrate werden hauptsächlich in Form von ballaststoffreichen, stärkehaltigen Nahrungsmitteln verzehrt. In der Kost sind reichlich Gemüse und Obst enthalten, die zur Verminderung der Kalorienzufuhr beitragen. Die mediterrane Ernährung enthält viele einfach ungesättigte Fettsäuren, hauptsächlich aus Olivenöl. Mediterrane Ernährung beeinflusst das Gewicht Bedingt durch den hohen Gehalt an komplexen Kohlenhydraten und Ballaststoffen sowie an Obst und Gemüse hat die mediterrane Ernährung im Durchschnitt eine vergleichsweise geringe Energiedichte und ist daher geeignet zur Prävention von Übergewicht. Daneben ist regelmäßige Bewegung ein sehr wichtiger Faktor zur Gewichtskontrolle. Wie sieht die mediterrane Ernährung aus? Eine große Vielfalt an Obst, Gemüse und Salaten, bildet den Hauptbestandteil der täglichen Kost. Reichlicher Verzehr von stärke- und ballaststoffreichen Lebensmitteln wie Brot, Getreideprodukte, Nudeln, Reis und Kartoffeln. Auch Milchprodukte wie insbesondere Joghurt und Käse sind enthalten. Fisch, einschließlich fettreicher Sorten wie Hering oder Makrele, Geflügel und auch gelegentlich mageres Fleisch. Olivenöl, das reich an einfach ungesättigten Fettsäuren (MUFA) ist, ist die Hauptfettquelle. Wenn Alkohol, dann maximal 1 Glas Rotwein täglich zu den Mahlzeiten. Die mediterrane Ernährung bietet eine Vielzahl von Nahrungsmitteln und erleichtert die empfohlene Umstellung auf mehr Gemüse, Obst und stärkehaltige, ballaststoffreiche Nahrungsmittel. Wie wirkt die mediterrane Ernährung? Vorteilhafte Eigenschaften von Obst und Gemüse: Epidemiologische Hinweise zeigen, dass die Aufnahme großer Mengen an Obst und Gemüse, insbesondere von Rohkost wie in der mediterranen Ernährung, vor verschiedenen Krebsarten schützt, insbesondere vor Dickdarm- und Brustkrebs. Obst und Gemüse haben vielfältige antikarzinogene Effekte. Sie enthalten viele antikarzinogene Substanzen, Ballaststoffe und die Antioxidantien Karotinoide, Vitamin C, Selen und Flavonoide. Die antioxidativen Nährstoffe in Obst und Gemüse schützen darüber hinaus vor LDL-Oxidation und Arteriosklerose. Wie wirkt die mediterrane Ernährung? Vorteilhafte Eigenschaften von stärkehaltigen Nahrungsmitteln, wie beispielsweise Brot und Cerealien, Nudeln, Reis und Kartoffeln: Stärkehaltige Nahrungsmittel liefern Proteine, Ballaststoffe, Vitamine und Mineralien, aber nur wenig Fett. Sie sind kalorienarm, sofern kein Fett oder Zucker zugesetzt ist. Die Ballaststoffe, insbesondere Vollkornprodukte, wirken verdauungsregulierend und minimieren dadurch das Risiko anderer Erkrankungen des Verdauungstrakts, wie beispielsweise Divertikulitis. Lösliche Ballaststoffe, wie sie in Bohnen, Hafer, Erbsen und anderen Hülsenfrüchten vorkommen, tragen zur Senkung des Cholesterinspiegels im Blut bei. Cerealien scheinen auch vor Dickdarm-, Brust-, Endometrium- und Prostatakrebs zu schützen. In einer prospektiven Studie wurde die positive Wirkung von ballaststoffreichen Nahrungsmitteln gegenüber Kolorektalkrebs bestätigt. Vorteilhafte Eigenschaften von Olivenöl Wie wirkt Olivenöl? Der Verzehr von Olivenöl erhöht die Aufnahme von einfach ungesättigten Fettsäuren und gewährleistet gleichzeitig eine angemessene Versorgung mit essentiellen mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Koronare Herzerkrankungen Wenn einfach ungesättigte Fettsäuren in der Ernährung überwiegen, werden die Gesamt- und LDL-Cholesterinspiegel - ohne gleichzeitige Senkung des HDL-Spiegels - reduziert, so dass das Serumlipidprofil verbessert und einer Hyperlipidämie vorgebeugt wird. Auf Grund seiner Antioxidantien und des hohen MUFA-Gehalts scheint Olivenöl auch eine schützende Wirkung gegenüber der LDL-Oxidation auszuüben und verringert dadurch die Aufnahme von LDL-Cholesterin in die Arterienwand. Krebs Neuere Analysen weisen darauf hin, dass Olivenöl eine schützende Wirkung bei bestimmten Krebsarten, insbesondere Brustkrebs, ausüben kann. Wie wirkt die mediterrane Ernährung? Vorteilhafte Eigenschaften von Fisch, Geflügel und magerem Fleisch Die in Fisch, Geflügel und magerem Fleisch enthaltenen Proteine sind besonders wichtig für das Körperwachstum von Kindern und für schwangere oder stillende Frauen, denn sie liefern die Grundlage zur Ausbildung von Körpergewebe und für die Milchproduktion. Erwachsene haben einen geringeren Proteinbedarf, aber Proteine sind dennoch ein lebenswichtiger Nährstoff, der für die Synthese von endogenen Proteinen mit einer Vielzahl von Vitalfunktionen, beispielsweise Enzyme, Struktur- und Transportproteine usw., notwendig ist. Fisch, Geflügel und Fleisch liefern auch weitere wichtige Nährstoffe, wie beispielsweise B-Vitamine und Eisen. Die Omega-3-Fettsäuren, die in fettreichen Fischsorten wie Makrele oder Hering vorkommen, tragen zur Verringerung des Thrombose-Risikos bei. Vorteilhafte Eigenschaften von Milchprodukten Fettarme Milchprodukte weisen einen hohen Kalziumgehalt auf, der für den Aufbau gesunder Knochen und Zähne wichtig ist. Sie liefern daneben auch Protein und B-Vitamine. Die Vorteile für Ihre Gesundheit Durch zahlreiche Publikationen konnte überzeugend nachgewiesen werden, dass die mediterrane Ernährungsweise, in der Olivenöl die Hauptfettquelle darstellt, zur Prävention der folgenden Krankheiten beiträgt: Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie Dyslipidämie, Thrombogenese und Hypertonie koronare Herzerkrankungen (primäre und sekundäre Prävention) Diabetes mellitus Adipositas Darüber hinaus gibt es weitere Hinweise darauf, dass die mediterrane Ernährung eine präventive Rolle bei einigen Krebsarten, wie Brust- und Dickdarmkrebs, spielt. Gesunde Ernährung ist ein wesentlicher Bestandteil einer gesunden Lebensweise Eine gesunde Ernährung, beispielsweise mit der mediterranen Kost, zählt zu den wichtigsten Faktoren für die Gesunderhaltung des Körpers. Die mediterrane Ernährung ist ebenso ein Eckpfeiler bei der Prävention und Behandlung von ernährungsbedingten Krankheiten. Weitere gesundheitsfördernde Maßnahmen: regelmäßige sportliche Betätigung Vermeidung von Übergewicht Verzicht auf das Zigarettenrauchen Vermeidung von Stress Wissenschaftlicher Nachweis der EU-Kommision zur gesundheitlichen Wirkung von Oliven und Olivenöl: Zusammenfassung: NAHRUNGSFETT, MEDITERRANE ERNÄHRUNG UND LEBENSLANGE GESUNDHEIT Die Untersuchungen im Einzelnen: 1. Wissenschaftliche Grundlage für die Wirkungen von Olivenöl auf den Fettstoffwechsel 2. Wissenschaftliche Grundlage für die Wirkungen von Olivenöl auf Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und koronare Herzerkrankungen 3. Wissenschaftliche Grundlage für Olivenöl, mediterrane Ernährungsweise und Krebsvorbeugung 4. Wissenschaftliche Grundlage für Olivenöl, einfach ungesättigte Fettsäuren, Antioxidantien und LDL Oxidation 5. Wissenschaftliche Grundlage für die Wirkungen von Olivenöl auf kardiovaskuläre Risikofaktoren und koronare Herzerkrankung 6. Olivenöl und der Gastrointestinaltrakt 7. Olivenöl, mediterrane Ernährung und Diabetes mellitus 8. Wissenschaftliche Grundlage über Olivenöl, mediterrane Ernährung und Krebsvorbeugung 9. Gesundheitsfördernde Wirkungen der sekundären Pflanzenstoffe von Olivenöl - (Teil I) 10. Gesundheitsfördernde Wirkungen der sekundären Pflanzenstoffe von Olivenöl - (Teil II) 11. Wirkungen von Olivenöl auf den Lipidmetabolismus Quelle: © Europäische Gemeinschaften, 1995-2003
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